Thursday, September 9. 2010
BITKOM begrüßt Urteil gegen Glücksspiel-Monopol
BITKOM begrüßt Urteil gegen Glücksspiel-Monopol
Europäischer Gerichtshof: Regelung unvereinbar mit EU-Recht
Deutschland behindert zu Unrecht private Anbieter im Internet
* Insgesamt zwei Millionen Deutsche bei Glücksspielen im Web
Der Hightech-Verband BITKOM hat das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum staatlichen deutschen Glücksspiel-Monopol begrüßt. „Gerade im Internet ist ein Verbot privater Anbieter nicht länger haltbar“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Das EU-Gericht hat heute das deutsche Glücksspiel-Monopol für unrechtmäßig erklärt. „Jetzt gibt es eine Chance, klare Regeln für einen freien Glücksspiel-Markt in Deutschland festzulegen – inklusive der nötigen Bedingungen zur Gefahrenprävention“, kommentiert Scheer. Auch viele deutsche Verwaltungsgerichte halten das staatliche Monopol in der Bundesrepublik für europarechtswidrig.
Der seit 2008 geltende Glücksspiel-Staatsvertrag untersagt deutschen Unternehmen, Lotto und Sportwetten im Internet anzubieten. „Die deutschen Bundesländer zementieren aus finanziellen Gründen ihr altes Lotto-Monopol“, so Scheer. Wegen des deutschen Verbots von Online-Wetten betreibt die EU-Kommission bereits ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik. Die Regelung ist nach Ansicht von BITKOM auch in sich widersprüchlich: So dürfen deutsche Firmen zwar stationäre Automatenspiele oder Online-Pferdewetten anbieten, aber keine anderen Internet-Sportwetten.
Erste Anbieter sind dadurch bereits vom Markt verdrängt worden. Der BITKOM fordert seit langem von den dafür zuständigen Landesregierungen, auf diesen deutschen Sonderweg zu verzichten: „In der digitalen Welt hat das Glücksspiel-Monopol ausgedient“, erklärt Scheer. „Wir sollten uns nicht an verstaubte Gesetze aus der Vorkriegszeit klammern, sondern dafür sorgen, dass sich junge Internet-Firmen in Deutschland ansiedeln.“ Der Hightech-Verband fürchtet eine schädliche Signalwirkung für Start-ups im Internet. „Wenn wir solchen Anbietern in Deutschland den Strom abdrehen, spielt die Musik eben im Ausland“, so BITKOM-Präsident Scheer. Andere EU-Länder wie Frankreich, Italien und Dänemark haben bereits entschieden, den Markt für private Anbieter zu öffnen. Scheer: „Statt die Kunden de facto zu ausländischen Anbietern zu treiben, sollten die Länder endlich vernünftige und praxisnahe Regeln für den deutschen Markt aufstellen.“ In diesem Rahmen sei auch die
Prävention gegen Spielsucht bedeutend leichter zu bewerkstelligen.
Rund zwei Millionen Deutsche nehmen an Online-Glücksspielen und -Wetten teil, darunter 1,7 Millionen Männer und 0,3 Millionen Frauen. Das geht aus einer Erhebung von Forsa und BITKOM hervor. Internet-Lotto ist bei Frauen etwas populärer, während Poker und Sportwetten stärker von Männern genutzt werden. So nehmen 64 Prozent aller Online-Spielerinnen an Lotto-Angeboten teil – gegenüber 57 Prozent der männlichen Teilnehmer. 28 Prozent der männlichen Web-Glücksspieler beteiligen sich an Poker-Runden, aber nur 9 Prozent der Frauen. Ähnlich sieht der Geschlechter-Unterschied bei Sportwetten aus – 23 gegenüber 8 Prozent.
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http://www.themenportal.de/it-hightech/bitkom-begruesst-urteil-gegen-gluecksspiel-monopol-78609
Europäischer Gerichtshof: Regelung unvereinbar mit EU-Recht
Deutschland behindert zu Unrecht private Anbieter im Internet
* Insgesamt zwei Millionen Deutsche bei Glücksspielen im Web
Der Hightech-Verband BITKOM hat das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum staatlichen deutschen Glücksspiel-Monopol begrüßt. „Gerade im Internet ist ein Verbot privater Anbieter nicht länger haltbar“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Das EU-Gericht hat heute das deutsche Glücksspiel-Monopol für unrechtmäßig erklärt. „Jetzt gibt es eine Chance, klare Regeln für einen freien Glücksspiel-Markt in Deutschland festzulegen – inklusive der nötigen Bedingungen zur Gefahrenprävention“, kommentiert Scheer. Auch viele deutsche Verwaltungsgerichte halten das staatliche Monopol in der Bundesrepublik für europarechtswidrig.
Der seit 2008 geltende Glücksspiel-Staatsvertrag untersagt deutschen Unternehmen, Lotto und Sportwetten im Internet anzubieten. „Die deutschen Bundesländer zementieren aus finanziellen Gründen ihr altes Lotto-Monopol“, so Scheer. Wegen des deutschen Verbots von Online-Wetten betreibt die EU-Kommission bereits ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik. Die Regelung ist nach Ansicht von BITKOM auch in sich widersprüchlich: So dürfen deutsche Firmen zwar stationäre Automatenspiele oder Online-Pferdewetten anbieten, aber keine anderen Internet-Sportwetten.
Erste Anbieter sind dadurch bereits vom Markt verdrängt worden. Der BITKOM fordert seit langem von den dafür zuständigen Landesregierungen, auf diesen deutschen Sonderweg zu verzichten: „In der digitalen Welt hat das Glücksspiel-Monopol ausgedient“, erklärt Scheer. „Wir sollten uns nicht an verstaubte Gesetze aus der Vorkriegszeit klammern, sondern dafür sorgen, dass sich junge Internet-Firmen in Deutschland ansiedeln.“ Der Hightech-Verband fürchtet eine schädliche Signalwirkung für Start-ups im Internet. „Wenn wir solchen Anbietern in Deutschland den Strom abdrehen, spielt die Musik eben im Ausland“, so BITKOM-Präsident Scheer. Andere EU-Länder wie Frankreich, Italien und Dänemark haben bereits entschieden, den Markt für private Anbieter zu öffnen. Scheer: „Statt die Kunden de facto zu ausländischen Anbietern zu treiben, sollten die Länder endlich vernünftige und praxisnahe Regeln für den deutschen Markt aufstellen.“ In diesem Rahmen sei auch die
Prävention gegen Spielsucht bedeutend leichter zu bewerkstelligen.
Rund zwei Millionen Deutsche nehmen an Online-Glücksspielen und -Wetten teil, darunter 1,7 Millionen Männer und 0,3 Millionen Frauen. Das geht aus einer Erhebung von Forsa und BITKOM hervor. Internet-Lotto ist bei Frauen etwas populärer, während Poker und Sportwetten stärker von Männern genutzt werden. So nehmen 64 Prozent aller Online-Spielerinnen an Lotto-Angeboten teil – gegenüber 57 Prozent der männlichen Teilnehmer. 28 Prozent der männlichen Web-Glücksspieler beteiligen sich an Poker-Runden, aber nur 9 Prozent der Frauen. Ähnlich sieht der Geschlechter-Unterschied bei Sportwetten aus – 23 gegenüber 8 Prozent.
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Audi AG: Kontrolliere den Oktopus
Ingolstadt, 9. September 2010. Wie ein gewaltiger mechanischer Oktopus – die Fakten sind spektakulär: Acht
Roboterarme aus der Audi-Produktion, insgesamt 10,4 Tonnen schwer, mitten auf dem Trafalgar Square in London. Und Sie
übernehmen die Kontrolle, vom Computer zu Hause oder vom Smartphone unterwegs – tausend Kilometer entfernt oder
direkt vor Ort. Ihre persönliche Textbotschaft zeichnen die
Roboter mit Lichtspuren in den Himmel – und Sie erhalten anschließend das Video. Die Installation erwacht am 16. September mit Beginn des London Design Festivals zum Leben.
Schicken Sie den Robotern Ihre Nachricht mit maximal 70 Zeichen über die Website www.outrace.org. Die acht mechanischen Tentakel sind mit Lichtköpfen bestückt, die mit LED-Technologie aus dem Audi R15 TDI Rennwagen arbeiten. Buchstabe für Buchstabe schreiben die acht 1,3-Tonnen-Kolosse bis zu 3,5 Meter hoch in den Himmel – bei maximal 0,2 Millimeter Abweichung. Hochauflösende Spiegelreflexkameras zeichnen die Lichtspuren auf und setzen sie zur Videobotschaft zusammen.
„Outrace“ ist ein Projekt der Designer Clemens Weisshaar und Reed Kram, eigens für das London Design Festival entworfen. Die Idee, das Publikum über das Internet unmittelbar eine Design-Installation steuern zu lassen, ist einmalig. Genauso die Verknüpfung mit interaktiven Kanälen: Die Videobotschaften werden über die Outrace-Website und Social- Media-Kanäle wie Youtube veröffentlicht und an die Teilnehmer zurückgespielt.
Nach dem Zufallsprinzip werden die Nachrichten ausgewählt (Sprache: Englisch) und live auf dem Trafalgar Square „geschrieben“. 24 Stunden pro Tag, acht Tage lang, überträgt ein Livestream auf www.outrace.org und www.audi.de die Lichtbotschaften in alle Welt.
So geht es weiter bei „Outrace“: www.outrace.org/press
Shortlink:
http://shortpr.com/374fzm
Permanentlink:
http://www.themenportal.de/events-preise/audi-ag-kontrolliere-den-oktopus-82634
Roboter mit Lichtspuren in den Himmel – und Sie erhalten anschließend das Video. Die Installation erwacht am 16. September mit Beginn des London Design Festivals zum Leben.
Schicken Sie den Robotern Ihre Nachricht mit maximal 70 Zeichen über die Website www.outrace.org. Die acht mechanischen Tentakel sind mit Lichtköpfen bestückt, die mit LED-Technologie aus dem Audi R15 TDI Rennwagen arbeiten. Buchstabe für Buchstabe schreiben die acht 1,3-Tonnen-Kolosse bis zu 3,5 Meter hoch in den Himmel – bei maximal 0,2 Millimeter Abweichung. Hochauflösende Spiegelreflexkameras zeichnen die Lichtspuren auf und setzen sie zur Videobotschaft zusammen.
„Outrace“ ist ein Projekt der Designer Clemens Weisshaar und Reed Kram, eigens für das London Design Festival entworfen. Die Idee, das Publikum über das Internet unmittelbar eine Design-Installation steuern zu lassen, ist einmalig. Genauso die Verknüpfung mit interaktiven Kanälen: Die Videobotschaften werden über die Outrace-Website und Social- Media-Kanäle wie Youtube veröffentlicht und an die Teilnehmer zurückgespielt.
Nach dem Zufallsprinzip werden die Nachrichten ausgewählt (Sprache: Englisch) und live auf dem Trafalgar Square „geschrieben“. 24 Stunden pro Tag, acht Tage lang, überträgt ein Livestream auf www.outrace.org und www.audi.de die Lichtbotschaften in alle Welt.
So geht es weiter bei „Outrace“: www.outrace.org/press
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755 Millionen Downloads mobiler Apps in Deutschland
755 Millionen Downloads mobiler Apps in Deutschland
Nachfrage nach Zusatzprogrammen für Smartphones boomt
Umsatz mit Apps steigt 2010 um 81 Prozent auf 343 Millionen Euro
* Eine App kostet im Durchschnitt 2,82 Euro
Die deutschen Handy-Nutzer laden im Jahr 2010 voraussichtlich 755 Millionen Apps auf ihre Mobiltelefone. Das entspricht einem Anstieg von 78 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte der BITKOM mit. Apps sind kleine Zusatzanwendungen, die sich Handy-Nutzer auf ihrem Smartphone installieren können. Im ersten Halbjahr 2010 wurden in Deutschland bereits 346 Millionen Apps heruntergeladen – Tendenz steigend. Weltweit wurden im ersten Halbjahr 2010 rund 3,9 Milliarden Apps heruntergeladen. Im Gesamtjahr 2009 waren es erst 3,1 Milliarden. Basis der Angaben sind Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance für den BITKOM. Smartphone-Nutzer erhalten die Apps überwiegend gratis oder für einen geringen Betrag. Die kostenpflichtigen Apps kosten derzeit im Durchschnitt 2,82 Euro. „Der Boom der Smartphones beflügelt die Entwicklung neuer mobiler Applikationen“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied René Schuster. „Monat für Monat stehen hunderte neue Apps zum Download
bereit.“ Aktuell existieren weltweit rund 500.000 Apps für die unterschiedlichsten Zwecke.
Die nahezu unerschöpflichen Anwendungen der Programme reichen von Spielen über Nachrichten und E-Books bis zu Fahrplan- und Übersetzungsdiensten. Für die Software-Branche entsteht mit dem App-Markt ein völlig neues Segment, das bisher überwiegend von kleineren IT-Firmen und selbständigen Entwicklern geprägt ist. Im ersten Halbjahr 2010 wurden in Deutschland rund 157 Millionen Euro mit Apps umgesetzt. Für das Gesamtjahr rechnen BITKOM und research2guidance mit einem Zuwachs von 81 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 343 Millionen Euro. Deutschland kommt damit auf einen Anteil von 8 Prozent am Weltmarkt. Der Umsatz mit Apps lag in der ersten Jahreshälfte weltweit bei rund 1,7 Milliarden Euro. Das sind bereits 400 Millionen Euro mehr als im gesamten Jahr 2009, als 1,3 Milliarden Euro mit Apps umgesetzt wurden. Schuster: „Neben dem Verkauf der Apps können die Anbieter zusätzliche Umsätze durch Werbung generieren, die innerhalb der Anwendungen geschaltet wird.“
Wesentlicher Grund für den Erfolg der mobilen Apps ist die steigende Verbreitung von Smartphones. Die hochwertigen Handys funktionieren ähnlich wie ein Computer; der größere Bildschirm erleichtert die Nutzung mobiler Internetanwendungen. Rund ein Drittel aller neu verkauften Handys sind inzwischen Smartphones. Neben einigen beim Kauf eines neuen Geräts vorinstallierten Apps stehen die Anwendungen in virtuellen Marktplätzen zum Download bereit. Mit Abstand größter App-Markt ist der Apple App Store, gefolgt vom Android Market, dem Ovi Store und der Blackberry App World.
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Nachfrage nach Zusatzprogrammen für Smartphones boomt
Umsatz mit Apps steigt 2010 um 81 Prozent auf 343 Millionen Euro
* Eine App kostet im Durchschnitt 2,82 Euro
Die deutschen Handy-Nutzer laden im Jahr 2010 voraussichtlich 755 Millionen Apps auf ihre Mobiltelefone. Das entspricht einem Anstieg von 78 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte der BITKOM mit. Apps sind kleine Zusatzanwendungen, die sich Handy-Nutzer auf ihrem Smartphone installieren können. Im ersten Halbjahr 2010 wurden in Deutschland bereits 346 Millionen Apps heruntergeladen – Tendenz steigend. Weltweit wurden im ersten Halbjahr 2010 rund 3,9 Milliarden Apps heruntergeladen. Im Gesamtjahr 2009 waren es erst 3,1 Milliarden. Basis der Angaben sind Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance für den BITKOM. Smartphone-Nutzer erhalten die Apps überwiegend gratis oder für einen geringen Betrag. Die kostenpflichtigen Apps kosten derzeit im Durchschnitt 2,82 Euro. „Der Boom der Smartphones beflügelt die Entwicklung neuer mobiler Applikationen“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied René Schuster. „Monat für Monat stehen hunderte neue Apps zum Download
bereit.“ Aktuell existieren weltweit rund 500.000 Apps für die unterschiedlichsten Zwecke.
Die nahezu unerschöpflichen Anwendungen der Programme reichen von Spielen über Nachrichten und E-Books bis zu Fahrplan- und Übersetzungsdiensten. Für die Software-Branche entsteht mit dem App-Markt ein völlig neues Segment, das bisher überwiegend von kleineren IT-Firmen und selbständigen Entwicklern geprägt ist. Im ersten Halbjahr 2010 wurden in Deutschland rund 157 Millionen Euro mit Apps umgesetzt. Für das Gesamtjahr rechnen BITKOM und research2guidance mit einem Zuwachs von 81 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 343 Millionen Euro. Deutschland kommt damit auf einen Anteil von 8 Prozent am Weltmarkt. Der Umsatz mit Apps lag in der ersten Jahreshälfte weltweit bei rund 1,7 Milliarden Euro. Das sind bereits 400 Millionen Euro mehr als im gesamten Jahr 2009, als 1,3 Milliarden Euro mit Apps umgesetzt wurden. Schuster: „Neben dem Verkauf der Apps können die Anbieter zusätzliche Umsätze durch Werbung generieren, die innerhalb der Anwendungen geschaltet wird.“
Wesentlicher Grund für den Erfolg der mobilen Apps ist die steigende Verbreitung von Smartphones. Die hochwertigen Handys funktionieren ähnlich wie ein Computer; der größere Bildschirm erleichtert die Nutzung mobiler Internetanwendungen. Rund ein Drittel aller neu verkauften Handys sind inzwischen Smartphones. Neben einigen beim Kauf eines neuen Geräts vorinstallierten Apps stehen die Anwendungen in virtuellen Marktplätzen zum Download bereit. Mit Abstand größter App-Markt ist der Apple App Store, gefolgt vom Android Market, dem Ovi Store und der Blackberry App World.
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